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2012/08/06

j'ai trouvé le métro. n'est pas un petit boulot...





hochsommer. die wetter ziehen mit verlässlicher gleichgültigkeit über die stadt. die menschen ihrerseits eilen hinterher und passen ihre freizeitbewaffnung dem jeweiligen stand der dinge an. die welt, so scheints, erschwert mit heimlichem vergnügen unsere glücksmaximierung.
diesbezüglich scheitert meine wenigkeit dieser tage noch weit kläglicher. seit einer woche fesselt mich eine sommergrippe an die innenseite meiner zimmerfensterscheibe. zeit zum zuschauen. und sinnieren.
von oben betrachtet nehmen wir menschen uns noch weit komischer aus.

ein bißchen orientierungslos lässt uns die natur zurück, wann immer sie uns auf unseren platz verweist. für einen moment nämlich fallen wir zurück in unseren urzustand umfassender haltlosigkeit in einer welt ohne bedeutung. in unseren 'natürlichen ort', dem wir uns tagtäglich routiniert entgegenstemmen in all unseren gedanken und gesprächen. das klingt tragischer als beabsichtigt. man lernt schließlich mit allem zu leben.
von unten betrachtet nämlich, solange man mitläuft, sieht die wirklichkeit meist sehr viel sinnvoller aus. und oft gefährlich unspektakulär.


ali farka touré - savane (2006)
radiohead - weird fishes/arpeggi (2007)
john lee hooker - this land is nobody's land (1966)
chris whitley - nature boy (2004)


die verwirrung, von der ali farka touré spricht, ist eigentlich eine andere, auf einer lebensbedrohlicheren ebene angesiedelte. seine suche nach sinn und seine hoffnung eine - vom hunger diktiert - handfestere. aber das zugrundeliegende problem, die unsicherheit darüber was ist, noch vor jener darüber, was sein soll, ist überall dieselbe. in westafrika wie in mitteleuropa.

'i crossed the desert and i was struck by how the savannah and the environment have been destroyed by drought. there’s no green, no grass, no trees. It’s such a shame. but when I travelled to other countries i couldn’t replace the savannah i knew. i had to find a way to express this.
what the west sends us is called “the fight against poverty”, though that is a word that should not be 
used. there is nowhere in the world where there aren’t poor people. but there is a difference because 
as well as being poor we are trapped in confusion.  if we keep killing each other, who will be left to 
develop and build our future? i am convinced that the answer can be found in work. if you work well it brings you rewards in life.'


i left my country and my louisianna 
but in other countries, good bye savannah 
i found the metro isn’t easy work 
but i am, i am a negro 

i left a friend and my louisianna 
but in other countries, good bye savannah 
instead of giving us bombs 
give us powered pumps  so that at least  
we can have what we need to live 
to have a better life, and knowledge and wisdom


die bilder oben stammen von daniel castañeda (2004).

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2012/06/05

go out and drive, part I...




'you have songs you want to put on when you drive. and then you have songs that make you want to go out and drive.'  tom barman, deus.




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2011/05/31

prends-le pas, prends-le pas mal...


manchmal ist es genauso zerstörerisch, nichts zu tun, wie etwas in voller absicht in flammen aufgehen zu lassen. und im gegensatz zu letzterem macht es einem ein scheißgefühl.
die flammen, die karkwa legen, haben etwas verlockendes. kein unkontrollierbarer, vernichtender brand, eher ein wärmendes feuer, rauch und warme luft, die in befreiten wirbeln aufsteigen. dazwischen immer wieder ein einhalten. die erinnerung an das warum?

2011/05/22

rue des tempetes...


ich weiß nicht, worum es hier geht. spreche kein französisch. ich hoffe er sagt nichts, das mich strafrechtlich belangbar macht. es klingt irgendwie so. der rezensent auf allmusic.com nennt die schweizer young gods 'industrial noise terrorists'. süß, nicht?
auch weiß ich nicht genau, was hier alles in die luft geht. aber eleganter hat es die dinge der welt bisher noch nicht in stücke gerissen. mit stil. wie ein panzer in einem biedermeier-salon. eine zeit lang kann man es sich auf dem diwan gemütlich machen - bis schließlich die kriegsmaschine die mauer durchbricht...
also: lautstärke aufdrehen! terrorismus, sagen die politikwissenschaftler, ist eine form der kommunikation zwischen akteuren mit ungleichem zugang zur öffentlichkeit. soll heißen terroristen sind laut, um gehört zu werden. und der lautstärkeregler ist dazu da, ihnen dabei zu helfen. got it?

the young gods - la fille de la mort (1989)

the young gods - rue des tempetes (1989)

a los suizos the young gods les han dado la etiqueta de 'industrial noise terrorists'. eso sí que me parece muy rico.
como no hablo francés no se exactamente que es lo que aquí salta por los aires, pero lo hace de una manera muy elegante. con estilo. como un tanque en un salon biedermeier. espero que no digan nada que me hiciera perseguible.
¿qué más puedo decir? ¡que viva la noise!

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